Schlagwort: Open AI

  • GPT‑5 ist da

    GPT‑5 ist da

    Der Todes­stern reprä­sen­tiert in Fil­men der Star-Wars-Rei­he auto­ri­tä­re Kon­trol­le und tota­li­tä­re Macht. Er ver­kör­pert eine dunk­le Kraft, die ver­nich­tet, aber letzt­lich durch die „gute“ Sei­te besiegt wird. So geschieht es zwei Mal in den Sci­ence-Fic­tion-Fil­men. „Beim Tes­ten von GPT‑5 hat­te ich Angst. Ich schau­te es mir an und dach­te: Was haben wir da getan? Es ist wie das Man­hat­tan-Pro­jekt“, sag­te Alt­man in einem Pod­cast. Er spiel­te damit auf das streng gehei­me US-For­schungs­pro­gramm wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs zur Ent­wick­lung der ers­ten Atom­bom­be an. Die Ent­wick­ler des Man­hat­tan-Pro­jekts waren spä­ter erschüt­tert von dem, was ihre Tech­no­lo­gie ange­rich­tet hat­te. Alt­man signa­li­siert damit, unge­wöhn­lich für einen Unter­neh­mer einer neu­en KI, ein ähn­li­ches Unbe­ha­gen: eine Tech­no­lo­gie, die womög­lich über das hin­aus­geht, was kon­trol­lier­bar ist. Es gebe nie­man­den, der hier wirk­lich die Ver­ant­wor­tung über­nimmt: „The­re are no adults in the room.“

    Unab­hän­gig von solch einem gewiss auch dra­ma­ti­sie­ren­den Wer­be-Stunt: GPT‑5 ist das fort­schritt­lichs­te Modell von Ope­nAI und bie­tet laut Ankün­di­gung erheb­li­che Ver­bes­se­run­gen in Bezug auf Argu­men­ta­ti­on, Code­qua­li­tät und Benut­zer­er­fah­rung. Es bewäl­tigt kom­ple­xe Pro­gram­mier­auf­ga­ben mit mini­ma­len Auf­for­de­run­gen, lie­fert kla­re Erklä­run­gen und führt ver­bes­ser­te Agen­ten­funk­tio­nen ein, was es zu einem leis­tungs­star­ken Pro­gram­mier­part­ner und intel­li­gen­ten Assis­ten­ten für alle Benut­zer macht. Die KI steht dabei als ein­heit­li­ches inte­grier­tes Modell bereit, ohne dass man eine der Modell­va­ri­an­ten aus­wäh­len muss.

    Wie ein ers­ter Tes­ter schrieb (ich habe es selbst zur­zeit noch nicht getes­tet, das folgt aus­ge­ruht für die nächs­te F.A.Z.-PRO-Digitalwirtschaft), sol­len beson­ders die Pro­gram­mier­fä­hig­kei­ten her­aus­ra­gen: Die KI befolgt „autis­tisch“ die Anwei­sun­gen und ruft inter­ne Werk­zeu­ge ab. Ein ein­zi­ger Auf­ruf hat bei die­sem Test bis zu elf Datei­be­ar­bei­tun­gen bewirkt. Für Auf­ga­ben mit vie­len Schrit­ten bleibt die KI „auf Kurs“ und erle­digt alles selbst­stän­dig. Die KI habe Code geschrie­ben, „der ein­fach funk­tio­niert“. Wenn sich das bewahr­hei­tet, kon­kur­riert GPT‑5 direkt mit Start­ups wie Lova­ble, die KI-basier­te Pro­gram­mie­rung zu neu­en Fer­tig­kei­ten ent­wi­ckelt haben.

    (Screenshot: OpenAI)
    (Screen­shot: OpenAI)

    Dazu kom­men Fähig­kei­ten für gesund­heits­be­zo­ge­ne Fra­gen. „Es erkennt pro­ak­tiv poten­zi­el­le Pro­ble­me, stellt Rück­fra­gen und hilft dabei, Ergeb­nis­se zu ver­ste­hen“, kün­dig­te das Unter­neh­men an. Wich­tig sei aber, dass ChatGPT kei­ne medi­zi­ni­sche Fach­kraft ersetzt.

    GPT‑5 steht der Mit­tei­lung zufol­ge in einer ein­ge­schränk­ten Fas­sung bereits kos­ten­los bei ChatGPT zur Ver­fü­gung. Nut­zer des Tarifs Plus für 20 Dol­lar im Monat erhal­ten erwei­ter­tes Reaso­ning („Nach­den­ken“). „Plus“-Nutzer bekom­men für 200 Dol­lar im Monat Zugang zum vol­len Modell mit maxi­ma­lem KI-Gehirn­schmalz und ohne Begrenzungen.

    Voreingestellte Persönlichkeiten

    In den nächs­ten Tagen will Open AI zudem neue Funk­tio­nen frei­schal­ten, etwa zur Mar­kie­rung von Chats in ver­schie­de­nen Far­ben. Außer­dem führt das Unter­neh­men vor­ein­ge­stell­te Per­sön­lich­kei­ten ein, die unter­schied­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sti­le fest­le­gen. Prä­gnant und pro­fes­sio­nell, nach­denk­lich und unter­stüt­zend oder sar­kas­tisch sol­len dann aus­wähl­bar wer­den. So holt man sich wahl­wei­se einen Zyni­ker, Robo­ter, Zuhö­rer oder Nerd auf den Bildschirm.

    Wahl­wei­se las­sen sich dem­nächst von der zah­len­den Kund­schaft das Gmail-Post­fach, der Goog­le-Kalen­der und Goog­le-Kon­tak­te ver­bin­den. ChatGPT erkennt der Mit­tei­lung zufol­ge, wann Mails und Kalen­der­da­ten rele­vant sein könn­ten und ruft ent­spre­chen­de Infor­ma­tio­nen ab.

  • Künstliche Intelligenz am Limit

    Künstliche Intelligenz am Limit

    „Unsere Grafikprozessoren schmilzen“, schrieb OpenAI-Chef Sam Altman. (Bild KI-generiert)
    „Unse­re Gra­fik­pro­zes­so­ren schmil­zen“, schrieb Ope­nAI-Chef Sam Alt­man. (Bild KI-generiert)

    Wer in die­sen Tagen Künst­li­che Intel­li­genz benutzt, erhält das Bild einer Tech­nik am Limit. Ope­nAI schickt im Minu­ten­ab­stand Mails über Aus­fäl­le, Grok ver­wei­gert schon mal eine Vier­tel­stun­de lang den Dienst.

    Die Betrei­ber haben zuletzt immer wie­der mäch­ti­ge neue Funk­tio­nen instal­liert. Sie brin­gen die Sys­te­me an die Gren­zen. Ope­nAI hat in der ver­gan­ge­nen Woche die Bild­ge­ne­rie­rung auf einen neu­en Level geho­ben. Und den pro­bie­ren offen­bar nicht mehr nur Enthu­si­as­ten mas­siv aus.

    Wer etwa den Sta­tus­dienst von Ope­nI abon­niert hat, der Aus­kunft über die Sys­tem­sta­bi­li­tät der KI-Werk­zeu­ge gibt, erhielt am Wochen­en­de im Minu­ten­takt Feh­ler­mel­dun­gen per Mail. ChatGPT, die Video­platt­form Sora, ein „Play­ground“ auf der Web­sei­te und eine Labor­platt­form waren teils mas­siv gestört. Mal schei­ter­ten die Neu­an­mel­dun­gen, mal lie­ßen sich kei­ne Datei­en hoch­la­den. Chats wur­den nicht bedient, und die Tech­ni­ker beschränk­ten die offen­sicht­li­che Ursa­che für die Feh­ler: die neue rechen­auf­wän­di­ge Erstel­lung von Bildern.

    Da hat etwa die Nasa einen Wett­be­werb für ein neu­es Mas­kott­chen aus­ge­schrie­ben. Bei einem der nächs­ten Welt­raum­flü­ge soll eine klei­ne Pup­pe die Astro­nau­ten beglei­ten. Sie zeigt ihnen dann den Zustand der Schwe­re­lo­sig­keit, sobald sie nicht mehr an einem Seil bau­melt, son­dern in der Luft schwebt. Die ein­fa­che Tech­nik ist seit Jahr und Tag ein übli­ches Mit­tel für Astro­nau­ten. Dut­zen­de sol­cher Pup­pen waren an Bord von Raum­schif­fen. Zuletzt bei­spiels­wei­se die Comic­fi­gur Snoo­py als Plüsch­pup­pe. Für den nächs­ten Flug sucht die Nasa nach einer neu­en Puppe.

    Lucy aus dem „Peanuts“-Comic als Puppe im Astronauten-Anzug. (Bild KI-generiert)
    Lucy aus dem „Peanuts“-Comic als Pup­pe im Astro­nau­ten-Anzug. (Bild KI-generiert)

    Ich habe das mal mit einer weib­li­chen Figur durch­ge­spielt, mit­hil­fe von ChatGPT-4o. Die KI mach­te mir die nöti­gen Dar­stel­lun­gen von Lucy, der mei­nungs­star­ken, recht­ha­be­ri­schen und spöt­ti­schen Figur aus dem Comic „Pea­nuts“. Auf der Web­sei­te der Nasa zum Wett­be­werb sind sehr genaue Vor­ga­ben für die Grö­ße, das Gewicht und die zu ver­wen­den­den Mate­ria­li­en nach­zu­le­sen. Die KI kann das berück­sich­ti­gen. Und die gewünsch­ten Dar­stel­lun­gen der Pup­pe von vor­ne, der Rück­sei­te und der Sei­te erstellen.

    Lucy im Astronauten-Anzug, von hinten betrachtet. (Bild KI-generiert)
    Lucy im Astro­nau­ten-Anzug, von hin­ten betrach­tet. (Bild KI-generiert)
    Auch eine schematische Zeichnung kann die KI. (Bild KI-generiert)
    Auch eine sche­ma­ti­sche Zeich­nung kann die KI. (Bild KI-generiert)

    Das alles ist mit KI-Hil­fe in einer hal­ben Stun­de erle­digt (auch wenn im Detail man­che Dar­stel­lun­gen inkon­sis­tent sind). Doch merkt man, wel­che Rechen­kraft dafür nötig ist. Ein ein­zel­nes Bild braucht schon mal zwei oder drei Minu­ten. Und immer wie­der kommt eine neue War­nung: Sinn­ge­mäß ist das Sys­tem aus­ge­las­tet, man sol­le es bit­te in fünf, sechs oder 18 Minu­ten wie­der pro­bie­ren. „Könnt ihr bit­te mal auf­hö­ren, Bil­der, zu gene­rie­ren, das ist unglaub­lich, unser Team braucht Schlaf“, schrieb Ope­nAI-Chef Sam Alt­man. Er habe noch nie eine ver­gleich­ba­re Ent­wick­lung gesehen.

    Das Distracted-Boyfriend-Meme im Stil des Zeichentrickstudios Ghibli. (Bild KI-generiert)
    Das Dis­trac­ted-Boy­fri­end-Meme im Stil des Zei­chen­trick­stu­di­os Ghi­b­li. (Bild KI-generiert)

    Ange­feu­ert wur­de die mas­si­ve KI-Nut­zung tage­lang durch Ghi­b­li, eine Dar­stel­lungs­form von Bil­dern im Stil eines japa­ni­schen Zei­chen­trick­film­stu­di­os. Dabei wer­den Per­so­nen mit sim­pel erschei­nen­den Pin­sel­stri­chen in nied­li­che Figu­ren ver­wan­delt. So gut wie jedes Meme (Inter­net-Phä­no­mem) wur­de von Fans mitt­ler­wei­le ghi­b­li­siert und auf Social Media ver­öf­fent­licht. Das Beson­de­re dar­an ist, dass die Bil­der-KI auch den Kon­text zu einem Bild als Vor­la­ge bes­ser ver­steht. So kann die KI das berühm­te „Dis­trac­ted Boyfriend“-Meme im Ghi­b­li-Stil dar­stel­len. Auf dem Bild schaut ein untreu­er Mann beim Bum­meln mit sei­ner Freun­din ent­zückt einer ande­ren Frau nach. Selbst wenn man das Ori­gi­nal­bild der gestell­ten Auf­nah­me nicht hoch­lädt, kennt ChatGPT-4o die Dar­stel­lung – und gene­riert ein ähn­li­ches Bild im Zeichentrickmodus.

    ChatGPT-4o hat eine Vorlage für eine Webseite erfunden. (Bild KI-generiert)
    ChatGPT-4o hat eine Vor­la­ge für eine Web­sei­te erfun­den. (Bild KI-generiert)

    Die Funk­ti­on zur Bild­ge­ne­rie­rung geht über Spie­le­rei­en hin­aus. Mit den rich­ti­gen Prompts gene­riert die KI Benut­zer­ober­flä­chen für Web­sei­ten, etwa für eine Musikab­spiel­sei­te, eine per­sön­li­che Finanz­ver­wal­tung oder eine Klei­der-Ver­kaufs­platt­form. Frei­lich sind das zunächst nur Bil­der ohne Funk­ti­on. Doch kann KI im nächs­ten Schritt, so die Ver­hei­ßung, dar­aus ech­te Web­sei­ten mit Funk­tio­nen pro­gram­mie­ren. Ver­su­che zur Pro­gram­mie­rung per KI lau­fen, ein­zel­ne Anwen­dun­gen dafür erschei­nen viel­ver­spre­chend. Ob sie nöti­ge Sicher­heits­aspek­te berück­sich­ti­gen, steht auf einem ande­ren Blatt. Pro­gram­mier­lai­en kön­nen den ent­ste­hen­den Code kaum ein­schät­zen. Auch Info­gra­fi­ken sind auf die­se Wei­se mög­lich – wenn­gleich sie im Detail immer mal wie­der Feh­ler pro­du­zie­ren. Was es damit auf sich hat, beschrei­be ich in einem wei­te­ren Bei­trag, der in Kür­ze im F.A.Z.-PRO-Digitalwirtschaft-Briefing erscheint.

    Schmelzender Server. (Bild KI-generiert)
    Schmel­zen­der Ser­ver. (Bild KI-generiert)

    Vor­aus­set­zung ist aller­dings, die Rechen­kraft reicht dafür aus. Ope­nAI hat zuletzt die Gene­rie­rung von Vide­os auf der Platt­form Sora ein­ge­schränkt. „Wir erle­ben schwe­ren Traf­fic und haben daher die Video­funk­ti­on für neue Kon­ten ein­ge­schränkt“, teil­te Ope­nAI mit. Es sei für Neu­lin­ge nur mög­lich, Bil­der zu gene­rie­ren. „Unse­re Gra­fik­kar­ten schmil­zen“, schrieb Alt­man. Die Bil­der­ge­ne­rie­rung für Kos­ten­los-Nut­zer wur­de dar­auf­hin ver­scho­ben. „Man­gel an Gra­fik­pro­zes­so­ren, Kum­pel“, begrün­de­te er gegen­über einem X‑Nutzer, war­um zudem die KI 4o und nicht die auf­wen­di­ge­re Ver­si­on 4.5 ein Update bekom­men habe.

    Fehlermeldung bei der Video-KI Sora.
    Feh­ler­mel­dung bei der Video-KI Sora.

    Einen ähn­li­chen Ansturm erlebt offen­bar auch Grok, die KI von Mil­li­ar­där Elon Musk auf der Platt­form X, vor­mals Twit­ter. Es gab auch hier in den letz­ten Tagen zuneh­mend Aus­set­zer, mal ant­wor­te­te der Dienst nicht oder bat dar­um, es spä­ter erneut zu ver­su­chen. Mehr und mehr Men­schen nut­zen die­se KI offen­bar, um sich bestimm­te Sach­ver­hal­te oder Tweets erklä­ren zu las­sen. Oder eben­falls, um Bil­der zu generieren.

    Erst kam die Mensch­heit mit den Mög­lich­kei­ten der Tech­nik nicht mehr mit, nun scheint es umge­kehrt. Das Tem­po der KI-Ent­wick­lung ist immens. Vie­le Kri­ti­ker haben die KI vor Wochen und Mona­ten aus­pro­biert und wegen man­gel­haf­ter Ergeb­nis­se ihr Urteil gebil­det. Doch sind die Ite­ra­tio­nen Woche um Woche mas­siv. Wer auf der Höhe blei­ben will, kommt um immer wie­der neu­es Aus­pro­bie­ren nicht herum.

  • Wie kreativ kann Künstliche Intelligenz sein? Eine Witze-KI über die tollen Tage bei OpenAI

    Wie kreativ kann Künstliche Intelligenz sein? Eine Witze-KI über die tollen Tage bei OpenAI

    (Illus­tra­ti­on: Mar­cus Schwarze/Midjourney, KI-generiert)

    Kurz nach­er­zählt: Der Vor­stand von Ope­nAI hat Sam Alt­man als Chef des Unter­neh­mens über­ra­schend ent­las­sen und eben­so Mit­grün­der Greg Brock­man. Bei­de heu­ern nun beim gro­ßen Geld­ge­ber Micro­soft an.

    Und mehr als 500 von rund 700 Mit­ar­bei­tern bei Ope­nAI haben laut Kara Swis­her, Tech-Jour­na­lis­tin in San Fran­cis­co, erklärt, den bei­den fol­gen zu wol­len, falls der Vor­stand nicht zurück­tritt und die bei­den nicht zurückholt.

    Die Instruk­ti­on an die Maschi­ne zur Erfin­dung einer Wit­ze-KI lautet:

    Du bist Hauptgagschreiber für eine wöchentliche Sendung „Gestern-Show“. Deine Aufgabe ist es, fünf herausragende Witzvorschläge zu aktuellen Ereignissen zu kreieren. Zuerst fragst Du nach dem aktuellen Ereignis und bittest um eine Beschreibung. Danach entfaltest Du Deine Kreativität, treibst den Witz auf absurde Ebenen und krönst ihn mit einer Pointe. Du solltest einfallsreich, humorvoll sein und Witze liefern, die sowohl relevant als auch übertrieben sind. Alle Antworten werden auf Deutsch gegeben.

    Der­art ange­wie­sen, schlug die KI einen Bot namens „Gag­meis­ter Ges­tern“ vor. Und mach­te fünf Vor­schlä­ge für Witze:

    Ach, die OpenAI-Geschichte! Perfekt für einen Gag. Also, stellen wir uns vor:1. Die Microsoft-Übernahme: "Haben Sie gehört? OpenAI hat Sam Altman und Greg Brockman gefeuert, und die sind direkt zu Microsoft. Das erklärt endlich, warum Microsofts neueste KI plötzlich anfängt, E-Mails mit 'Mit künstlichen Grüßen, Sam und Greg' zu unterschreiben!"2. Die Mitarbeiter-Rebellion: "Über 500 Mitarbeiter von OpenAI wollen ihren Chefs zu Microsoft folgen. Ich meine, das ist wie bei einem Konzert: Wenn die Band die Bühne verlässt, folgt das Publikum... nur dass in diesem Fall das Publikum aus lauter Programmierern besteht, die verzweifelt versuchen, ihre Bürostühle durch die Notausgänge zu schieben."3. Die Vorstandssitzung: "Der Vorstand von OpenAI hat eine Krisensitzung einberufen. Es ging drunter und drüber. Einer schlug vor, die KI um Rat zu fragen, aber dann erinnerten sie sich, dass die KI jetzt bei Microsoft arbeitet und wahrscheinlich nur antworten würde: 'Haben Sie versucht, sie aus- und wieder einzuschalten?'"4. Die neue Jobbeschreibung: "Sam Altman und Greg Brockman bei Microsoft – das ist wie wenn die Beatles sich aufgelöst hätten und John Lennon und Paul McCartney bei einer Hochzeitsband angefangen hätten. Statt 'Revolution' singen sie jetzt 'Für immer und ewig'."5. Die Zukunft von OpenAI: "Und was wird jetzt aus OpenAI? Sie suchen nach einem neuen CEO. Gerüchten zufolge steht ganz oben auf der Liste ein sehr talentierter Toaster mit WiFi-Anschluss. Er hat zwar keine Führungserfahrung, aber er macht hervorragende Toasts und hat eine ausgezeichnete Verbindung zu smarten Kühlschränken." 

    Befragt, wel­cher der bes­te die­ser „Wit­ze“ sei, nennt die Maschi­ne jenen mit den Pro­gram­mie­rern, die ver­zwei­felt ver­su­chen, ihre Büro­stüh­le durch die Not­aus­gän­ge zu schieben.

    Die Vor­stel­lung mag als insze­nier­te Dar­stel­lung durch­aus für eine „Ges­tern-Show“ tau­gen – aber ist sie wirk­lich wit­zig? Der Ver­such, sich so etwas von der Bil­der-KI Mid­jour­ney zeich­nen zu las­sen, schei­ter­te übri­gens, selbst mit­hil­fe einer Prompt-Per­fek­tio­nier-Maschi­ne.

    Eine Wei­le noch muss sich der bekann­te Haupt­au­tor einer nam­haf­ten Show von heu­te wohl noch kei­ne Sor­gen um sei­nen Job oder sei­nen emp­feh­lens­wer­ten und stets feh­ler­frei­en News­let­ter machen.

    Oder begin­nen, sie mit bei­spiel­haf­ten Wit­zen zu trai­nie­ren, damit die Maschi­ne die Ana­to­mie eines guten Wit­zes lernt. In einem Kurz­test hat­te die Maschi­ne dann mit ange­füt­ter­ten Wit­zet­weets etwas bes­ser die gewünsch­te Spra­che ver­stan­den – aber an Peter und sei­ne Kol­le­gen reicht die­ser digi­ta­le Bur­sche noch nicht her­an. Für den Zugang zu dem Bot ist ein Bezah­l­abo von ChatGPT‑4 nötig.

  • ChatGPT‑4 jetzt mit zwei starken Konkurrenten

    ChatGPT‑4 jetzt mit zwei starken Konkurrenten

    Die Welt der künst­li­chen Intel­li­genz (KI) ist seit ver­gan­ge­ner Woche eine neue. Goog­le Bard ist in Kon­kur­renz zu ChatGPT in Deutsch­land ver­füg­bar. Platz­hirsch ChatGPT hat einen star­ken „Code Inter­pre­ter“ hin­zu­ge­fügt. Und mit Clau­de 2 bringt ein drit­ter leis­tungs­star­ker Prot­ago­nist eine neue Qua­li­tät in KI-Antworten.

    Täg­lich kom­men neue KI-Diens­te hin­zu, spe­zia­li­siert auf bestimm­te Auf­ga­ben. Der wich­tigs­te gro­ße Diens­te im Hin­ter­grund war bis­her in der Regel ChatGPT. Ent­we­der in der kos­ten­lo­sen Ver­si­on 3.5 oder in der kos­ten­pflich­ti­gen Fas­sung 4 für 20 Dol­lar pro Monat. Eine neue Qua­li­tät erreich­te die Vie­rer­ver­si­on seit der ver­gan­ge­nen Woche durch ein Plug­in namens Code Inter­pre­ter. (Hier beschrieb ich, was es damit auf sich hat: End­lich Excel kön­nen ohne Excel zu kön­nen.)

    Die künst­li­che Intel­li­genz von Goog­le war unter dem Namen Bard bis­her nur in den USA und Groß­bri­tan­ni­en nutz­bar. Jetzt geht es auch in Deutsch­land und ande­ren Län­dern. Ers­te Ver­glei­che mit ChatGPT zei­gen, dass Goog­le Bard bes­ser dar­in ist, aus­führ­li­che und fak­ten­ge­treue Ant­wor­ten zu geben. ChatGPT dage­gen hat bei phan­ta­sie­vol­len Inhal­ten die Nase vorn, beson­ders in der Ver­si­on 4. Die älte­re Ver­si­on 3.5 hält sich dage­gen näher an vor­ge­ge­be­ne Fakten.

    Clau­de 2 von Anthro­pic legt dage­gen wenig Wert auf phan­ta­sie­vol­le Inhal­te. Die Maschi­ne hin­ter­ließ im Ver­gleich aller drei Diens­te in den ver­gan­ge­nen Tagen den bes­ten Ein­druck, was Akku­rat­heit und Ant­wort­qua­li­tät angeht. Zudem ist der Dienst ähn­lich wie Bard und anders als GPT‑4 kos­ten­los. Her­aus­ra­gend ist eine Funk­ti­on, eige­ne Doku­men­te hoch­zu­la­den. Bis zu fünf PDFs las­sen sich hoch­la­den und ana­ly­sie­ren. Die Maschi­ne fasst die wich­tigs­ten Inhal­te zusam­men und erlaubt geziel­te Fragen.

    Aller­dings: Clau­de 2 funk­tio­niert zur­zeit nur in den USA und Groß­bri­tan­ni­en. Euro­pä­er müs­sen sich per VPN in den USA ein­wäh­len, um sich bei Clau­de anzu­mel­den. Mög­lich wird das zum Bei­spiel über Diens­te wie Bit­de­fen­der oder NordVPN.